Synagogenplatz-Verein unterstützt die Initiative „Sicherer Hafen“ in Ludwigsburg


Der Förderverein Synagogenplatz Ludwigsburg unterstützt den fraktionsübergreifenden Antrag an den Ludwigsburger Gemeinderat, die Stadt Ludwigsburg zum Sicheren Hafen für aus Seenot gerettete Geflüchtete zu erklären. Ganzen Text lesen…


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Das Grundgesetz-Fest fand in diesem Jahr im Internet statt – hier auf dieser Seite. Verschiedene Video-Beiträge untersuchten ganz aktuell: Wie geht es den Menschen und den Grundrechten in dieser Zeit, in der die Gesellschaft sich durch radikale Einschränkungen im Zusammenleben gegen eine neuartige Viruskrankheit zu schützen versucht?
Wir freuen uns über Rückmeldungen! Schreiben Sie uns eine
E-Mail; wir werden Ihre Gedanken – im Rahmen von Recht und Anstand – gerne hier als Diskussionsbeiträge veröffentlichen.


„Die Bürgergesellschaft einbeziehen“ fordert der Staats- und Verwaltungsrechtler Prof. Johann Bader beim Gespräch auf dem Synagogenplatz, um die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen gut und gemeinschaftlich zu steuern.
Weitere Themen:
Die aktuellen Grundrechts-Einschränkungen mit dem NS-Unrecht gleichzusetzen, ist unzulässig Die Einbeziehung der Parlamente sichert Kontrollen staatlichen Handelns – anders als beispielsweise in Ungarn Warum Grundrechte auch eingeschränkt werden können müssen Der Rechtsstaat wirkt: Gegen missglückte An- und Verordnungen können Bürger*innen klagen (und hatten aktuell auch schon Erfolge).

Prof. Johann Bader ist Rechtsanwalt und Mediator in Stuttgart. Zuvor war er als Richter beim Verwaltungsgericht Stuttgart und beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim tätig. Er ist Dozent für Staats- und Verwaltungsrecht und Honorarprofessor der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg. Er ist Autor und Herausgeber von Fachbüchern u.a. in den Bereichen Verfassungs- und Verwaltungsrecht.


„Mit den Grundrechten durch die Corona-Krise“ Ludwigsburgs Oberbürgermeister Matthias Knecht unterstreicht, dass die Grundrechte weiterhin gelten, auch wenn einige Freiheiten vorübergehend eingeschränkt wurden – das öffentliche Leben im Bund, im Land und in den Städten und Gemeinden steht weiterhin auf der Grundlage der Verfassung: Beispielsweise sind Menschenwürde, Eigentum, Berufsfreiheit, Meinungs- und Pressefreiheit sowie die Versammlungsfreiheit sind nach wie vor die Basis öffentlichen Handelns.


„Freie Entfaltung der Persönlichkeit UND das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ – In Artikel 2 des Grundgesetzes findet Konrad Seigfried, Erster Bürgermeister der Stadt Ludwigsburg, die beiden Güter, die aktuell austariert werden müssen. Er setzt sich dafür ein, Einschränkungen während einer Pandemie zu akzeptieren, um dadurch anderen Menschen die Gesundheit und das Leben zu erhalten.

Mehr Informationen zum
Grundgesetz in einfacher Sprache gibt es bei der Bundeszentrale für politische Bildung – hier klicken


„Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ – doch wirkt sich die Corona-Krise auf beide Geschlechter gleich aus? Die Ludwigsburger Gleichstellungs-Beauftragte Judith Raupp hat beunruhigende Informationen und Prognosen.


„Es gibt kein Grundrecht, die Opfer von NS-Verbrechen zu verhöhnen!“ Dass Gegner aktueller Corona-Maßnahmen sich mit den Opfern des NS-Terrors vergleichen, findet der Vorsitzende des Fördervereins Synagogenplatz, Jochen Faber, unerträglich. Er fordert: „Lasst uns die Mehrheit der halbwegs Freundlichen und Klugen verteidigen, auch wenn es anstrengend sein mag.“


„Eigentum verpflichtet“Herbert Babel, ein engagierter Bürger Ludwigsburgs, weist zum Grundgesetz-Geburtstag 2020 auf einen Missstand hin: Trotz erheblicher Wohnungsnot stehen Wohnungen leer, sind Bauplätze in der Stadt unbebaut. Wie setzt die Stadt Ludwigsburg durch, was das Grundgesetz verlangt – nämlich, dass Eigentum der Allgemeinheit dienen soll?


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Mehrdad Zaeri illustriert unter anderem Bücher und Kalender – und er hat das Zeichnen auch zu einer Live-Kunst entwickelt. Während er eine Illustration anfertigt, wird seine Arbeit projiziert. Dieses Erlebnis wollte der Arbeitskreis Synagogenplatz zum Grundgesetz-Fest 2020 in Ludwigsburg bieten: Mehrdad Zaeri hätte live die Themen der wichtigsten Grundgesetz-Artikel gezeichnet.

Weil die Veranstaltung abgesagt werden musste, baten wir ihn um ein Bild aus seiner Werkstatt. Er schickte uns diese Aufnahme des Fotografen Alexander Krziwanie, ein brandneues Wandgemälde in Mannheim, entstanden im Rahmen des dortigen Projekts „Stadt - Wand - Kunst“. Mehrdad Zaeri hat in diesem Bild im „Duo Sourati“ gemeinsam mit seiner Künstler-Kollegin Christina Laube dem „Lockdown“ ein stilles Denkmal gesetzt. Die (vorübergehende) Ruhe in der belebten Innenstadt wäre sonst nicht denkbar gewesen. Das Bild steht im angenehmen Kontrast zu den schrillen Behauptungen, die Corona-Maßnahmen hätten in Deutschland die Formen einer Diktatur angenommen…


Grundgesetzfest 2018: Friedrich Schiller, Ludwig van Beethoven und zwei freundliche Syrer trafen sich am 23. Mai 2018 auf dem Ludwigsburger Synagogenplatz mit einigen Dutzend interessierter Zuhörer/innen. Der Anlass: Das Grundgesetz hatte Geburtstag. Darum hatte der Arbeitskreis Dialog Synagogenplatz eingeladen, die Menschenrechte zu feiern, die das Grundgesetz garantiert. Mazen Mohsen und Fiedaa Safaya spielten aus diesem Anlass unter anderem die „Ode an die Freude“ mit Schillers Text und Beethovens Musik. Inzwischen ist das Lied vor allem als Europahymne bekannt.


Grundgesetz-Fest 2019: Verschiedene starke Formationen der jungen Ludwigsburger Musik-Plattform „Lubu Beatz“ präsentierten zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes auf dem Synagogenplatz eigene Lieder über Grundrechte und Wirklichkeit. Einer der Songs illustriert hier Bilder von den Auftritten.


Grundgesetz-Fest 2019: Zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes führte das Ludwigsburger Streichquartett das liebevoll ironische Stück „Kaiserquartett und Deutschlandlied“ von Christof Stählin auf, das dieser 1978 veröffentlicht hatte. Die Schauspielerin und Sprecherin Barbara Stoll interpretierte ihn nun vor dem Publikum der Veranstaltung „Wir stehen auf – unser Grundgesetz“.


Eine Ludwigsburg-Version wichtiger Grundrechts-Artikel: Ein Ausschnitt aus dem Film „Das Geheimnis der Orangenkisten“ von Jochen Faber aus dem Jahr 2008. Der Film beschreibt die Geschichte der „Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen“ in Ludwigsburg mit ihren Teil-Erfolgen, aber auch mit all ihren Schwierigkeiten und Unvollkommenheiten. Die Menschenrechte am Schluss sind dagegen fast ein Happy End.


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Anregende Beiträge aus Ludwigsburg zur Frage „Was bedeutet der 8. Mai für uns?“: Kurze Videostatements zur Diskussion, ob und ggf. wie die Menschen in Deutschland den Tag feiern sollten, an dem der Nazi-Terror besiegt und der Zweite Weltkrieg beendet wurde. Hier klicken…




Ursprünglich geplante
Veranstaltungen 2020:


Kunst im Freien
Grundgesetz-Feier
Mehrdad Zaeri zeichnet das Grundgesetz
Samstag, 23. Mai 2020
SIEHE BEITRÄGE AUF DIESER SEITE

Film
Das weiße Band
Eine deutsche Kindergeschichte.
In der Reihe „Filmgespräche“ der VHS Ludwigsburg mit dem Förderverein Synagogenplatz als Partner
Freitag, 26. Juni 2020 · 20:00 Uhr · Synagogenplatz (bei schlechtem Wetter Kulturzentrum KUZ, kleiner Saal)
Verschoben auf einen noch nicht bekannten Termin.



ALLE TERMINE UNTER VORBEHALT –
GENAUERE INFOS FOLGEN…

Vortrag

Hannah, Heinz, Alfred … gerettet.
Prof. Dr. Eva-Maria Thüne (Bologna) berichtet von Kindertransporten 1938/39 und Auswanderung nach Großbritannien
Donnerstag, 3. September 2020 · 19:00 Uhr · Kulturzentrum KUZ, Kleiner Saal

Exkursion
Ulm: KZ Oberer Kuhberg
Herrlingen: ehemaliges jüdisches Landschulheim (1933 - 1939) und Zwangsaltersheim (1939 – 1942)
Veranstalter: vhs Ludwigsburg und Förderverein Synagogenplatz
Samstag, 24. Oktober 2020 · 8:45 Uhr – 19:15 Uhr

Erinnerung. Ermahnung.
82 Jahre nach der Nazi-Brandstiftung in der Ludwigsburger Synagoge
Mit Prof. Dr. Frederek Musall
Dienstag, 10. November 2020 · 18:00 Uhr – 19:00 Uhr · Synagogenplatz Ludwigsburg

Lesung mit Konzert
Erinnerungen an Exil und Heimat · Songs of Exile, Stories of home
Mit Diana Kölz, Juli Holden, Barry Holden und dem vhs-Chor
Veranstalter: vhs Ludwigsburg und Förderverein Synagogenplatz
Dienstag, 10. November 2020 · 19:30 Uhr · Kulturzentrum KUZ, Großer Saal


Nächstes Treffen:

Sobald absehbar ist, wann der Arbeitskreis Dialog Synagogenplatz und der Förderverein Synagogenplatz Ludwigsburg e.V. wieder in sinnvoller Weise ihre Aktivitäten aufnehmen können, erfahren Sie hier Näheres.

Vielen Dank für das Interesse – nicht nachlassen!


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Der Synagogenplatz in Ludwigsburg: Ein Platz des Erlebens, der Nachdenkens, der Begegnung. Ein Platz des Erinnerns und der Mahnung. Und ein Platz der Menschenrechte. Aus furchtbarem Grund ein trauriger Platz. Wenn die richtigen Menschen darauf zusammenkommen: ein schöner Platz.

Der Synagogenplatz ist ein weitgehend leerer Platz. Eine offene Wunde in der Stadt. Er erinnert an die Synagoge, die hier an der Ecke Alleenstraße / Solitudestraße von 1884 an stand.

Er erinnert auch an die Zerstörung dieser Synagoge durch Ludwigsburger Nazis am 10. November 1938. Und er erinnert erst recht an die jüdischen Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die unter dem NS-Regime ausgegrenzt, beraubt, verfolgt, vertrieben und ermordet wurden.

Und er fordert täglich auf, die Menschenrechte zu achten – auch die von Menschen, die heutzutage aus ihrer Heimat fliehen, so wie unter der NS-Diktatur Menschen auch aus Ludwigsburg zu fliehen versucht haben, um ihr Leben zu retten und Freiheit zu finden.