Veranstaltungen 2020:

Kunst im Freien
Grundgesetz-Feier
Mehrdad Zaeri zeichnet das Grundgesetz
[ Ort und Uhrzeit folgen…]
Samstag, 23. Mai 2020

Film
Das weiße Band
Eine deutsche Kindergeschichte.
In der Reihe „Filmgespräche“ der VHS Ludwigsburg mit dem Förderverein Synagogenplatz als Partner
Freitag, 26. Juni 2020 · 20:00 Uhr · Synagogenplatz (bei schlechtem Wetter Kulturzentrum KUZ, kleiner Saal)

Vortrag
Hannah, Heinz, Alfred … gerettet.
Prof. Dr. Eva-Maria Thüne (Bologna) berichtet von Kindertransporten 1938/39 und Auswanderung nach Großbritannien
Donnerstag, 3. September 2020 · 19:00 Uhr · Kulturzentrum KUZ, Kleiner Saal

Exkursion
Ulm: KZ Oberer Kuhberg
Herrlingen: ehemaliges jüdisches Landschulheim (1933 - 1939) und Zwangsaltersheim (1939 – 1942)
Veranstalter: vhs Ludwigsburg und Förderverein Synagogenplatz
Samstag, 24. Oktober 2020 · 8:45 Uhr – 19:15 Uhr

Erinnerung. Ermahnung.
82 Jahre nach der Nazi-Brandstiftung in der Ludwigsburger Synagoge
Mit Prof. Dr. Frederek Musall
Dienstag, 10. November 2020 · 18:00 Uhr – 19:00 Uhr · Synagogenplatz Ludwigsburg

Lesung mit Konzert
Erinnerungen an Exil und Heimat · Songs of Exile, Stories of home
Mit Diana Kölz, Juli Holden, Barry Holden und dem vhs-Chor
Veranstalter: vhs Ludwigsburg und Förderverein Synagogenplatz
Dienstag, 10. November 2020 · 19:30 Uhr · Kulturzentrum KUZ, Großer Saal


Nächstes Treffen:

Das Treffen des Arbeitskreis Dialog Synagogenplatz, das für den Donnerstag, 19. März, vorgesehen war, haben wir vom Vorstand des Fördervereins Synagogenplatz einhellig abgesagt – Erklärungen dürften nicht mehr notwendig sein in der aktuellen Situation.

Auch hinter dem ersten größeren Veranstaltungstermin steht ein großes Fragezeichen: Werden wir am 23. Mai das Grundgesetz öffentlich und gemeinsam auf einem Platz in der Innenstadt feiern können? Wir haben die Veranstaltung, bei der der Zeichner Merhdad Zaeri live die Grundrechte in Bilder umsetzt und seine Arbeit auf eine große Fläche übertragen wird, noch nicht endgültig abgesagt – doch wir müssen die aktuelle Entwicklung abwarten. Was meinen Sie, was meint Ihr?

Das augenblickliche große Bremsen des gesellschaftlichen Lebens ist ein noch nie dagewesener Versuch, relativ schnell und sehr radikal eine große Krise in den Griff zu bekommen - speziell unter dem Zeichen der Solidarität mit den Menschen, die durch die sich ausbreitende Krankheit in gesundheitliche Not geraten können und für die, wenn zu viele auf einmal krank werden, massenhaft die Versorgung fehlen würde. Wie wird sich die nun anstehende gemeinsame Erfahrung auf unsere Gesellschaft auswirken? Was bedeuten diese Erfahrungen für eine kleine Gruppe wie die unsere, die immer wieder Solidarität für einzelne Menschengruppen einfordert und an die Grundrechte und den Gemeinsinn appelliert? Haltet Eure Erfahrungen und Gedanken bitte fest und bringt sie in die künftige Arbeit unserer und anderer Gruppen ein. Es wird super spannend!


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Der Synagogenplatz in Ludwigsburg: Ein Platz des Erlebens, der Nachdenkens, der Begegnung. Ein Platz des Erinnerns und der Mahnung. Und ein Platz der Menschenrechte. Aus furchtbarem Grund ein trauriger Platz. Wenn die richtigen Menschen darauf zusammenkommen: ein schöner Platz.

Der Synagogenplatz ist ein weitgehend leerer Platz. Eine offene Wunde in der Stadt. Er erinnert an die Synagoge, die hier an der Ecke Alleenstraße / Solitudestraße von 1884 an stand.

Er erinnert auch an die Zerstörung dieser Synagoge durch Ludwigsburger Nazis am 10. November 1938. Und er erinnert erst recht an die jüdischen Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die unter dem NS-Regime ausgegrenzt, beraubt, verfolgt, vertrieben und ermordet wurden.

Und er fordert täglich auf, die Menschenrechte zu achten – auch die von Menschen, die heutzutage aus ihrer Heimat fliehen, so wie unter der NS-Diktatur Menschen auch aus Ludwigsburg zu fliehen versucht haben, um ihr Leben zu retten und Freiheit zu finden.

(Foto: Stadt Ludwigsburg)