Synagogenplatz-Verein unterstützt die Initiative „Sicherer Hafen“ in Ludwigsburg

Der Förderverein Synagogenplatz Ludwigsburg unterstützt den fraktionsübergreifenden Antrag an den Ludwigsburger Gemeinderat, die Stadt Ludwigsburg zum Sicheren Hafen für aus Seenot gerettete Geflüchtete zu erklären – das teilt der Verein in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit dem „Arbeitskreis Dialog Synagogenplatz“ mit.
Die entsprechende Initiative der Organisation „Seebrücke“ entspreche „voll und ganz dem Anliegen des Fördervereins“, heißt es zur Erklärung. Denn der Förderverein setzte „sich dafür ein, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus und an ihre Opfer wach zu halten.“ Und er setze diese Erinnerung in der Gegenwart in Engagement für die Menschenrechte um, die im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland garantiert werden.
„Viele der im Nationalsozialismus verfolgten Menschen versuchten, unter anderem auf dem Seeweg, in sichere Häfen und Länder zu gelangen“, so der Text, den der Förderverein in virtuellen Sitzungen diskutiert und abgestimmt hat. „Sehr oft wurden sie von diesen Ländern abgewiesen. Dadurch fielen sie dem mörderischen Regime zum Opfer.“ Daher sehe man eine besondere Verantwortung der Bundesrepublik Deutschland, ihrer Kommunen und aller einzelnen Bürgerinnen und Bürger, „für Menschen, die heute aufgrund von Krieg und Verfolgung zur Flucht gezwungen werden“.
Weiter heißt es: „Aus dieser Verantwortung heraus dürfen wir nicht weiter zusehen, dass Menschen auf dem Mittelmeer sterben. Es ist auch verantwortungslos, wie Menschen auf der Flucht in überfüllten Lagern – teils innerhalb der EU – unter menschenunwürdigen Verhältnissen leben müssen und besonders gefährdet sind in Zeiten der Corona-Pandemie. Deshalb setzen wir uns ein für ein offenes Europa, solidarische Städte und sichere Häfen.“

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