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Ludwigsburg-Synagogue-built-in-1883-4 1938-1

Die Ludwigsburger Synagoge von 1884 blieb an der Kreuzung Allenstraße / Solitudestraße bis zum 10. November 1938 unversehrt – dann zündeten am hellen Tag örtliche Nazis das Gotteshaus an. Oberbürgermeister Karl Frank hatte sich krank gemeldet, der Erste Bürgermeister Ferdinand Ostertag war bei den Brandstiftern (und wurde nach dem Ende des NS-Regimes dafür zu einer Haftstrafe verurteilt). Die Feuerwehr schützte nur die benachbarten Häuser vor dem Brand. Bürgerinnen und Bürger schauten zu, die wenigsten zeigten Begeisterung, etliche hatten Angst. Niemand schritt gegen die Brandstiftung ein. In der folgenden Nacht wurden erste jüdische Ludwigsburger verhaftet und in KZs gesperrt.

Foto links zur Verfügung gestellt von Eduardo Eichenwald; Foto rechts: Stadtarchiv Ludwigsburg


Informationen zur Ludwigsburger Synagoge finden Sie in der Dokumentation einer Ausstellung, die der Arbeitskreis Dialog Synagogenplatz im Ludwigsburger Kulturzentrum zeigte – bitte klicken...

Auf ganz andere Weise wird die Geschichte der Synagogen-Brandstiftung in einem zwölfminütigen Stück von „Jochen Fabers Kastanientheater“ erzählt – bitte hier klicken...