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Platzgestaltung 1988

Im Jahr 1988 gestaltete die Stadt Ludwigsburg den Synagogenplatz grundlegend um. Die Fläche, auf der früher die Synagoge gestanden war, wurde durch einen Plattenbelag markiert, ein zweiter Gedenkstein versuchte, die inhaltlichen Mängel des ersten auszugleichen. Außerdem wurden zehn Bäume auf den Platz gepflanzt; sie sollen nach den Vorstellungen des damaligen Planers einen Hain der Besinnung darstellen und gleichzeitig durch ihr gemeinsames Volumen symbolisieren, dass hier einmal das Synagogengebäude stand.

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Damit war ein seinerzeit zeitgemäßer Platz entstanden, der erstmals die Bedeutung des Themas in angemessener Form wiedergab. In den Jahren nach Fertigstellung des Platzes fiel allerdings auf, dass der Untergrund nicht für die vielen Fußgänger geeignet war, die den Platz nutzten: Riesige Pfützen bei Regen waren die Folge. Die Erde um das Wurzelwerk der Bäume wurde so stark verdichtet, dass immer wieder Bäume eingingen.
Foto: Stadtarchiv Ludwigsburg


Ein ganz erheblicher inhaltlicher Mangel wurde ebenfalls erkannt: Zwar wurde an die Ludwigsburger Synagoge erinnert, nicht aber an die Menschen, die sie genutzt hatten.


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Die Idee, den Platz besser zu erklären, scheitert nicht zuletzt an der Gestaltung der neuen Textplatte, aber auch an einer erneut zaghaften Formulierung.
Foto: Förderverein Synagogenplatz


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Bei den Umbauarbeiten des Platzes wird sichtbar, dass die Fundamente der Synagoge von 1884 noch erhalten sind – in diesem Bild sind sie farbig markiert, ebenso wie der Sandstein von 1959.

Foto: Förderverein Synagogenplatz