LOGO-SynPlatz-2014


Das Ludwigsburger Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit

In den 1990er-Jahren wurde in Ludwigsburg das „Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit“ aktiv und machte den Synagogenplatz zu einem seiner Themenschwerpunkte. Aufgewühlt durch verschiedene Attentate auf Einwanderer in Deutschland engagierten sich Vertreterinnen und Vertreter von Kirchen, Gewerkschaften, Friedens- und anderen Gruppen.


Koffer-(Walle)_01

Eine ihrer prominentesten Aktionen: Sie trugen vom Marktplatz Koffer auf den Synagogenplatz – Koffer, auf denen sie die Namen von jüdischen Ludwigsburgerinnen und Ludwigsburgern geschrieben hatten, die Opfer des NS-Terrors geworden waren. Diese Koffer ähnelten dadurch jenen, die tatsächlich von den Deportierten mitgebracht werden mussten, um ihnen eine lebenswerte Zukunft am Ende der Reise vorzugaukeln.

Im Bewusstsein der interessierten Ludwigsburger Öffentlichkeit hat sich diese Aktion eingeprägt. Noch 15 Jahre später erinnern sich viele daran und an das Verständnis, das sie dadurch vom Synagogenplatz und seiner Geschichte gewonnen haben.