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Das kurze Puppentheaterstück „Die leere Stelle“ beschreibt die traumhafte Begegnung eines alten Ludwigsburgers mit einem Ziegelstein – der Stein in der Mauer des Seniorenstifts beginnt, ihm seine Geschichte zu erzählen:
Er war einst im Mauerwerk der Ludwigsburger Synagoge, ehe er nach der Zerstörung des jüdischen Gotteshauses durch die Nazis im Zuchthaus bei der Erhöhung einer Mauer verwendet wurde. Nachdem das Gefängnis zum Seniorenstift geworden war, konnte hier die zweite Begegnung zwischen dem Ziegelstein und dem Mann aus Ludwigsburg stattfinden.
Die erste Begegnung war im Jahr 1938, wie die beiden herausfinden: Als Kind beobachtete der heutige Alte die Brandstiftung der Faschisten an der Synagoge in der Alleenstraße. „Nachts zwischen Traum und halb vier" fliegen die beiden in die Vergangenheit zum Synagogenplatz. Sie erleben, wie stolz die Ludwigsburger jüdische Gemeinde auf ihr Gotteshaus war und wie sicher sie sich in der Stadt fühlten, in der sie als angesehene Bürger lebten. Die beiden Zeitreisenden erleben dann, wenig später, das Attentat auf die Synagoge. Eine Zeitzeugin berichtet von den folgenden Verbrechen an den Menschen in Ludwigsburg…

Text, Ausstattung und Spiel: Jochen Fabers Kastanientheater Ludwigsburg
Kamera: Andrea Banse