Erinnerung auf dem Synagogenplatz 2015

2015-11-10_SynPlErinnerung_37_www
Erinnerung macht klug.

Dass Ludwigsburger Nazis vor 77 Jahren die hiesige Synagoge in Brand steckten, dass viele Menschen aus Ludwigsburg fliehen mussten, dass zahlreiche ermordet wurden, ist eine schlimme Erinnerung. Dass im Landkreis und andernsorts Flüchtlingsunterkünfte angezündet werden, ist schockierende Aktualität.
In der NS-Diktatur waren staatliche und kommunale Stellen und Personen unter den Tätern und die Bürgerschaft traute sich größtenteils Protest und Widerstand nicht zu. Heute können wir der Opfer gedenken, die damaligen Täter und ihre Unterstützer identifizieren und uns den heutigen kriminellen Brandstiftern entgegenstellen.

Erinnerung macht Mut.

Unter dem oben genannten Motto trafen sich am 10. November 2015 viele Interessierte auf dem Ludwigsburger Synagogenplatz, um an die Zerstörung der hiesigen Synagoge durch Ludwigsburger Nazis vor 77 Jahren zu erinnern, den Opfern zu gedenken und für die aktuelle Situation im Land die richtigen Schlüsse zu ziehen. Ludwigsburgs Erster Bürgermeister Konrad Seigfried und Pfarrerin Bärbel Gnamm mahnten eindringlich, den heutigen Flüchtlingen offen zu begegnen, die in Deutschland Schutz suchen – so wie es die Flüchtlinge einst gebraucht haben, die aus Nazi-Deutschland fliehen mussten (die kompletten Redetexte sind über den jeweiligen Namen in diesem Abschnitt verlinkt – einfach anklicken). Musik von Michel Biehler und Edi Klöpfer trug ebenfalls zu dieser bewegenden Veranstaltung bei.